Das zweiteilige Kunstwerk besteht aus einem zu einer „Spirale“ geformten Flacheisen und einer weiß lasierten Kugel aus Pappelholz. Die Kugel ist in den Mittelteil der Rundbewegung der Eisenspirale eingelassen und bildet mit ihr eine harmonische Einheit. Der Spannungsbogen wird durch die unterschiedlichen Materialien erzeugt: auf der einen Seite das kalte anorganische Eisen, das geschmiedet in Form gebracht wurde, auf der anderen Seite das warme, organische Holz, das aus einem Stamm mit Stechbeitel und Klüpfel herausgearbeitet wurde.
Für GeKa steht der Titel „Spannungsbogen“ im weitesten Sinn für ihre Arbeiten: hier spannt sich der Bogen von der Malerei, mal farbintensiv ( in der Serie „Hinter der Netzhaut“ und ihren Abwandlungen – beispielhaft „Treuepunkte“ und „Neue Sachlichkeit“-) mal zum fast monochromen Durchdeklinieren von Möglichkeiten mit Rost als Eisenpulver oder als Transkription von gerostetem Materialien bis hin zur die Bildhauerei mit Arbeiten aus Holz oder Holz in Verbindung mit Eisen oder Polyesterglas und bis hin zu Plastiken aus reinem Polyesterglas.
kleiner Spannungsbogen / 2014 / Pappelholz / Lasur / Flacheisen / 45x32x50cm
Aus der prägnanten Wucherung im Wurzelbereich einer Buche hat GeKa mit der Kettensäge "Morula" geschaffen. In diesem, ersten Entwicklungsstadium eines Keims (als Morula bezeichnet) sind die Zellen noch nicht spezialisiert: alles ist möglich! Auch ein „fast“ Zusammenschmelzen der Zeitstufen (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft), was sich in der Farbgebung widerspiegelt.
Morula/ 2010/ Buche/ Acryl/ Patina/ 27x27x27cm
Einzweisam
Möller-Kuhlmann bearbeitete die Baumscheibe aus Buchenholz als Ganzes. Danach brach diese durch Spannungsrisse in zwei Teile und wurde zum „einzweisam“.
Für die Künstlerin ist es ein spannender Prozess, diese Zufälligkeiten hinzunehmen und weiterzuverfolgen, da er sie fast immer zu überraschenden Ergebnissen und Einsichten führt.
Das Kunstwerk "Weberhaus" thematisiert die fazienierende Fähigkeit des kleinen Webervogels, mit scheinbarer Leichtigkeit ein hochkomplexes und kunstvolles Nest zu bauen. Durch den Goldauftrtag wird die Wertigkeit zusätzlich hervorgehoben.
Das Weberhaus / 2019 / Nest eines Webervogels/ gefunden in Südafrika / vergoldet / 25x12x14cm
Je nach Blickrichtung ist dieser einmal „Schutzschild“ für den wertvollen Inhalt oder unentrinnbares „Gefängnis“.
Die mit Gold und Silber gefassten Eichenkugeln sind in einem „Kokon“ aus Eisendraht eingesponnen.
Das Eichenholz wurde mit Kettensäge zu Kugeln geformt, mit Acrylfarbe in Gold und Silber gefasst, danach mit Eisendraht von 3mm Stärke umhüllt.
Die Veränderungen durch den Faktor Zeit werden im Flacheisen sichtbar und bei genauem Hinsehen ebenfalls im Holz, das durch seine langjährige Außenlage nur durch die mehrmalige Ummantelung mit Epoxidharz nicht auseinanderbricht. Die glänzende Hülle gibt nicht nur Halt und Schutz, sondern tritt bei entsprechendem Licht in einen Dialog mit seiner Umgebung.
Zeitzeugen / 2023 / 2tlg / Buche / Acryl / Epoxidharz / Flacheisen /
L=60cm D=40cm /L=56cm D=34cm
Als erinnerndes „Tagebuch“ über drei Dekaden sind in diese Stammfragmente aus Kirschbaumholz ihre individuellen Lebensgeschichten eingeschrieben.
Es handelt sich um Fundstücke vom Darß, die mit Eisen an wenigen Stellen behauen und geschliffen wurden. Im Innenbereich ist Schlagmetall aufgelegt worden und abschließend lasiert.
Memorial / 2010 / 3tlg / Kirsche / Gold / 24x25x28cm
Kirschbaumfragmente, Torsi, die in ihrer innewohnenden „Bewegung“ und Formensprache gleich als – dies ist Romeo und das ist Julia – identifiziert werden, wenn man den Titel der zweiteiligen Arbeit zugrunde legt.
Durch Trocknung löste sich zufällig der Kern eines Pappelholzfragmentes. Das inspirierte GeKa zu dieser zweiteiligen Skulptur. Das herausgebrochenen Innere ersetzt sie durch Polyesterglas und das Kernsegment ummantelt sie damit. Der Reiz besteht sowohl in der Gegenüberstellung und dem Austausch der Materialien als auch seiner individuellen Farbigkeit.
Inside out / 2015 / 2tlg / Pappelholz / Lasur / Polyesterglas /
je 30x20x18cm
Beim Fällen von Bäumen werden durch gezielte Schnittführung „Sollbrüche“ erzeugt, die den Baum in eine vorbestimmte Fallrichtung zwingen. Um diesen „Sollbruch“ herum hat Möller-Kuhlmann die Kugel aus dem Stamm herausgearbeitet.
Der zweite „Sollbruch“ entstand durch Schrumpfungsrisse bei der Trocknung. Er wurde als zufälliger „Spielraum“ ebenfalls herausgearbeitet und mit eingefärbtem Polyesterharz „bespielt“.
In die Baumscheibe sind blau eingefärbte Polysterglasssteine eingelassen, die als Lichtfänger dienen. Das einfallende Licht wird von innen aufgenommen und reflektiert, wodurch ein fazienierendes Spiel aus Farben und Transparenz entsteht.
Lichtschaufler / 2015/ Buche / Polyesterglas/ D= 48x20cm
Möller-Kuhlmanns Tragetaschen mit dem mehrdeutigen Titel „Geheimnisträger“ sind ursprünglich seit 2002 als „Jahrestaschen“ konzipiert. Die Künstlerin begegnet dem Massenprodukt mit geringer Halbwertszeit, indem sie diese Tatsache einfach konterkariert: etwas Nebensächliches deklariert sie zur Hauptsache, einen Massenartikel formt sie zu einem Unikat, aus dem "ex und hopp" entsteht etwas von Bestand.
Andererseits können Tragetaschen mit dem Label einer Nobelmarke auf entsprechend exklusiven Inhalt schließen, wodurch sie als Werbeträger zum indirekten Statussymbol avancieren. Möller-Kuhlmann setzt dies nicht ohne Ironie in ihren "Geheimnisträgern" um, indem sie diese mit ihrem "Logo" versieht und der "Inhalt" durch die Verarbeitung immer ein "Geheimnis" bleibt.
in den weibliche Torso aus Lindenholz hat GeKa einen Jaspisstein eingelassen. Seit jeher ist er ein Symbol für Fruchtbarkeit und Lebenskraft. Die Verbindung von Holz und Stein vereint nartürliche Materialen zu einem Ausdruck von Erdverbundenheit und schöpferischer Kraft.
Fruchtbarkeit/ 2001/ Linde/ Jaspis/ 32x15x11cm
Beide „Schöpfer“ wurden zunächst behauen und die Schöpfkellen ausgeformt und danach farblos lasiert. Die Schöpflöffel wirken durch die mit Polyesterharz verlängerten Stiele unproportioniert, wobei die Kombination aus Holz und Epoxidharz einen interssanten Kontrast bildet. Bei genauerem Hinschauen werden sie darüber hinaus als funktionslose Schöpfer entlarvt, als Absurdität, da beide Risse im Bereich der Schöpfkellen aufweisen.
Was übrigbleibt neben der visuellen Perzeption, ist die selbstironische Doppeldeutigkeit des Titels.
Ein offenes Feuer im Wald formte aus einem Stück Buchenholz den mittleren der drei „Hitzköpfe“.
Zu seiner Seite gestellt wurden ihm zwei Gipsabdrücke dieser verbrannten Urform, die durch die Farbgestaltung „erkaltete“ und „glühende“ Bereiche aufweisen, eben „Hitzköpfe“.
Hitzköpfe / 2010 / Buche / Gips / Acryl / je 31x12x25cm
Spielraum C
Ein C‑förmiger Riss durchzieht eine aus Eichenholz gearbeitete Kugel, deren Öffnung mit blau eingefärbtem Polyesterglas gefasst ist. Dieses Zusammenspiel aus organischer Struktur und transluzentem, anorganischem Material verleiht dem Werk seinen Titel „Spielraum C“, der den spannungsvollen Zwischenraum als zentrales Gestaltungselement hervorhebt.
Spielraum C / 2010 / Eiche / Polyesterglas / D=28cm
Aus dem Holz eines gefällten Nussbaums entstehen mit der Kettensäge drei Kugeln, jede von einem gerosteten Flacheisen umgürtet. Die Spannung zwischen warmem, lebendigem Holz und die Patina des gerosteten Metalls verleiht dem Ensemble eine kraftvolle, fast archaische Präsenz.
Iron belt / 2013 / 3tlg / Nussbaum / Eisenringe / D=54; 34; 31cm
Mit einem Augenzwinkern wird hier die „Schieflage“ der zahlreichen Astabgänge der Buche und ihre spätere „Verwicklung“ mit dem blau eingefärbten Polyesterharz thematisiert. Durch die Bearbeitung des Holzes kann nicht mehr zwischen Stamm und Ast unterschieden werden. Die Skulptur tritt auch hier mit dem Spiel des Lichtes in einen Dialog.
Schief gewickelt/ 2022 / Buche / Acryl / Steine / Epoxidharz /
42x31x22cm
Beide Eichenkugeln wurden zunächst behauen. Im Anschluss hat Möller-Kuhlmann die „Kerne“ meridional mit der Kettensäge herausgearbeitet.
Durch diesen Eingriff als bewussten Akt der „Zerstörung“ ist sie „zum Kern gekommen“ und wirkt so gleichzeitig einer Rissbildung entgegen.
Zum Kern kommen / 2011 / 2tlg / Eiche / Lasur /je D=32cm
Der gesunde Kern des Nadelholzes wurde als glatte Säule herausgearbeitet und sichtbar mit Epoxidharz verlängert. Im Kontrast dazu hat GeKa das Splintholz grob mit der Kettensäge bearbeitet und zusätzlich durch den geschwärzten Außenbereich einen farbigen Akzent gesetzt.
Kern-gesund / 2019 / Nadelholz teilweise geschwärzt / Epoxidharz/ D=34cm H=73cm
Der Charakter von verwittertem, fragilem Holz weckt häufig das Interesse der Künstlerin. Diese zerbrechlichen Fundstücke aus dem Schwarzwald oder auf Wanderungen mitgenommen, stellen für sie einen besonderen Wert da, denen sie als Kunstobjekt eine neue Bedeutung zuschreibt. Zur Stabilisierung des verbliebenen, zerklüfteten Holzfragments setzt sie bei dieser Arbeit zudem mit eingelassenem Epoxidharz einen blauen Akzent.
Zeitwert / 2016 / Buche geschwärzt / Epoxidharz / 90x60x30cm
Ein bis auf die Astabgänge im Inneren vornehmlich durch Ameisen entkernter Stamm aus Nadelholz eröffnet einen besonderen Durchblick. Die vergoldete Innenwand lenkt zudem so den "Blick auf das, was blieb".
Durchblick/ 2016/ Nadelholz geschwärzt/ Acryl/ D=32cm H=30cm
In neuem Licht
Verbindet Möller-Kuhlmann in der Skulptur „Großer Schöpfer“ Holz und Polyesterglas, so spielt Holz - obgleich physisch nicht vorhanden - in der dreiteiligen Arbeit „In neuem Licht“ doch mittelbar eine Rolle. In einem aufwändigen Prozess hat GeKa abschnittsweise die Form vom Holz eines historischen Gebäudes – der Buhl’schen Mühle – in Ettlingen abgenommen, eine Gussform gefertigt und mit deren Hilfe die Formen in Polyesterglas nachgegossen. Ihrer Funktionalität – die Latten dienten dem Aufhängen und Trocknen von Papierbahnen bei der Papierherstellung - beraubt, stehen die Stelen – eingespannt in ein Gestell aus Flacheisen – aufrecht. Materialität, modularer Aufbau und Farbigkeit lassen die ursprüngliche Ausgangsform nicht mehr ohne Weiteres erkennen. Nur die Oberflächenstruktur weist noch die Spuren der Maserung des Holzes auf, an deren Vertiefungen und Rillen sich das einfallende Licht bricht und ein nuancenreiches Farbenspiel in Blau, Rot und Gelb entfaltet, das die gebannte Form in neuem Licht erscheinen lässt.
In neuem Licht / 2017/ 3tlg / Polyesterglas /Flacheisen 160_180_220x8x18cm
Aus unterschiedlich eingefärbten Scheiben aus Polyesterglas geschichtet, verjüngen diese sich nach obem zu einem 175 cm hohen Turm. Das einfallende Licht bringt, wie im "statischer Balanceakt" beschrieben, die Plastik zum vielfarbigen Leuchten, was sich hier im Titel widerspiegelt.
Großer Leuchtturm / 2015 / geschichtetes Polyesterglas H=175cm D=35cm
Farbe und Licht sind in dieser Plastik ebenfalls von zentraler Bedeutung. Eine Vielzahl verschiedenfarbiger runder Platten, Plättchen und Zylinder aus Polyesterglas hat Geka zu einem Turm von rund einem Meter Höhe aufgeschichtet. Rot, Blau, Gelb aber auch farblos, mal opak mal transluzid streben die Elemente, nach oben sich verjüngend, gen Himmel. Fast möchte man sich vorstellen, der Turm ließe sich ins Unendliche fortsetzen, in unserer Wahrnehmung immer dünner werdend, bis er sich schließlich unserem Blick entziehen würde.
Dieser Vorstellung jedoch wirkt die überaus labil wirkende Konstruktion entgegen, ein statischer Balanceakt, der die Möglichkeit eines Einsturzes jeden Augenblick wahrscheinlich erscheinen lässt.
Statischer Balanceakt / 2018 /
geschichtetes Epoxidharz /
H=125cm, D=22cm
Mehr als 250 sehr flach gegossene Scheiben aus Epoxidharz in unterschiedlichen Farben und Größen hat GeKa - im Gegensatz zu allen anderen Arbeiten aus reinem Polyesterharz, die vertikal ausgerichtet sind - hier alle Elemente zu einem leutenden Ring zusammengeführt.
Der Ring / 2025 / Epoxidharz / D=44cm
Mit dem deutungsvollen Titel geht Möller- Kuhlmann ein auf das Niemannsland zwischen Adoleszenz und Erwachsensein: Linkischer Auftritt gepaart mit Unsicherheit, Freude und weltverdrossener Zynismus stehen im Wettstreit. Verschiedene Masken werden aufgesetzt und ausprobiert.
Thirteen somethings / 2003 / Wurzelholz / Eisenfundstück / Leinöl / 58x12x10cm o.S.
In der Vergangenheit stand da eine Birke. Sie wurde gefällt und zurück blieb „vergängliches“ Holz, das der Witterung ausgesetzt war. Der Zersetzungsprozess hatte das „Material“ spröde gemacht, so dass die Bearbeitung mit Stechbeitel und Kettensäge nur begrenzt möglich war. Zur Formgebung blieb fast ausschließlich die Option „Schleifen “: manuell und mit Schleifgerät. Neuralgische Zonen wurden mit „Repair Care“ farbig akzentuiert ausgebessert.
So entstand aus „past“ eine wunderschön gezeichnete Kugel „for future“, der die Skulptur ihren Titel verdankt.
Past for future / 2019 / Birke / repair care / Leinoel / D=28cm
Wenn ein intensives Gespräch die Pizza im Ofen vergessen lässt, kann mitunter unabsichtlich ein kleines Kunstwerk im Auge der Verursacherin entstehen.
Es ist angerichtet!
Wer hat das angerichtet /
2024 / verkohlte Pizza / Acryl / Goldlack / Metallsockel / D=23cm o.S.
Kettensäge, eingelassenes Epoxidharz sowie farbige Akzente haben hier einen fröhlichen "Kugelfisch" entstehen lassen.
Kugelfisch / 2012 / Eiche / Acryl / Polyesterglas/ D= 32cm
Mit spielerischer Freude am Sujet schafft GeKa mit Schnitzeisen und Klüpfel sowie mit Kettensäge, Raspel und Schleifpapier übergroße Abbilder von Bonbons. All ihre „Süßhölzer“ sind aus Buchenholz gearbeitet. Die Kombination aus glatt geschliffenem Mittelteil und grob mit der Kettensäge herausgearbeiteten Enden, sowie die hochglänzende, farbfrohe Oberflächengestaltung machen den haptisch-visuellen Reiz dieser Arbeiten aus.
Möller-Kuhlmann verweist in ihrer Serie „Süßholz“ durch die Wahl des ironischen Titels darauf, dass diese bunten „Versuchungen“ auch „aus anderem Holz geschnitzt sein könnten“, als es der erste Blick vermuten lässt.
Serie Süßholz kleine / 2005 /2008 / Buche / Acryl / Lack / Größe variiert / z.B. 20x10x12cm / 50x15x16cm
großes Bonbon
Jahrelang der Witterung ausgesetzt schien dieses Bonbon unrettbar zerfallen zu sein. In einem aufwändigen Prozess hat sich GeKa der fast aussichtslosen Aufgabe gestellt, die Skulptur zu "reanimieren" und ihr neue Ausdruckskraft zu verliehen. Die "restitutio ad integrum" ist gelungen.
Serie Süßholz: großes Bonbon / 2017 / Buche / Acryl / Lack / D= 34cm ; L= 52cm
Der Peitschenkreisel, ein altes Kinderspielzeug, wird in manchen Gegenden auch als Pindopp bezeichnet und stand bei Titelgebung dieser Skulptur Pate. Durch die Aufhängung könnte der Pindopp zudem die Funktion eines Lotes einnehmen.
Pin dopp im Lot / 2011 / Buche /Pigmente / Polyesterglas / Aufhängung / 59x38cm
Vor dem Hintergrund eines gesunden, tiefgrünen Waldes, erscheint das komplementäre Rot der Skulptur wie ein Signal: alles ist im Lot!
Alles im Lot / 2014 / Buche / Acryl / Polyesterharz / H=48cm
Gerosteter Eisendraht "umgürtet" den fragilen Rest eines Kiefernstammes und gibt ihm neue Stabilität. Altersstruktur und Farbigkeit finden hier eine neue ästhetische Formensprache.
Ceinture /2011 / zersetztes Kiefernholz / Lasur / Epoxidharz / Eisendraht /
55x24x22cm
Drei geometrischen Grundformen und ihre entsprechenden drei Primärfarben erinnern an das 1919 gegründete Bauhaus, eine wegweisende "bewegende" Strömung der Klassischen Moderne. Dies unterstreicht Möller-Kuhlmann zusätzlich durch die beweglichen Elemente.
Bauhaus bewegt /2021 / Metall / Lack / Stahlrohr/ 50x50cm o.Rohr
Energiesäule Dynamik
Die Plastik „Dynamik“ konzipierte Möller-Kuhlmann für den öffentlichen Raum. Auf einem Edelstahlrohr hat die Künstlerin acht bewegliche Arme gelagert. Diese aus witterungsbeständigem Aluminium bestehenden Arme, auf die sie ein Farbspektrum - basierend auf den Studien zur Farbpsychologie von Eva Heller - aufgetragen hat, sind beweglich und drehen sich einer Windmühle gleich um das Rohr. Dabei malen die Arme fortlaufend neue, flüchtige Farblinien in den Raum. Dynamik wird hier im doppelten Sinne visualisiert: Dynamik als Farbe und als physikalische Kraft.
Energiesäule Dynamik / 2017/ Aluminium / Edelstahl / Lack/ H=460cm, B= 200cm
Holzschnittvariationen
Der begrenzenden Dimension des Pappelstammes begegnet GeKa mit immer neuen dreidimensionalen Schnitten ins Holz: "Holzschnitte" mal anders interpretiert.
Holzschnittvariationen / 2012 / Pappelholz / je 27x30x33cm
Connecion II
Connecion III
Zwei bzw. drei eingelassene Flacheisen verbinden und überbrücken die Einschnitte im Akazienholz und setzen zugleich interessante Akzente durch Form und Material.
Connecion II / Connecion III / 2006 /
Akazienholz / Lasur / Flacheisen /
D=30cm, D=32cm
Neuer Standpunkt
Zunächst stand bei dieser Skulptur die Vorstellung einer Kugel im Raum. Das Holz hatte Anderes im Sinn, wie Möller-Kuhlmann im Laufe der Jahre bei vielen Arbeiten mit Holz erfahren musste. Aus dieser Zusammenarbeit entstand am Ende immer Positives.
Der "alte" Standpunkt ist sichtbar durch den Patinaauftrag markiert. An jener Stelle ließ der Verwitterungsgrad des Holzes keine weitere Verarbeitung zu. Möller-Kuhlmann hat das aufgegriffen und die Gestaltung und Formgebung der Skulptur diesem Sachzwang untergeordnet und sie dadurch in besonderer Weise interessanter, augenfälliger gemacht.
Neuer Standpunkt / 2009 /Buche / Lasur/ Patina / 33x28cm
Sisyphus #3
Als Symbol für den Kreislauf, das immer Wiederkehrende, manchmal vergebliche Bemühen, das häufig als "Sisyphusarbeit" gedeutet wird, lassen sich die drei Kugeln in ihrer umrundenden Anordnung interpretieren. Wobei eine der drei Kugeln auf der metallenen Schräge in ihrer Abwärtsbewegung wie eingefroren scheint, als ob sie sich dem gleichförmigen Spiel widersetzen möchte.
Sisyphus#3 / 2014 / 4tlg/ Wengeholz / Eisenstahl/ D=32x34x37cm_90x25x35cm
Looking forward
Für GeKa ist es immer ein besonders Erlebnis, wenn sie bei ihren Waldläufen Fundstücke wie diese beiden Wurzelfragmente findet. Durch das Arrangement lassen sich die Skulpturen als ein Paar deuten, dass gemeinsam positiv in die Zukunft schaut.
Looking forward / 2013 / 2tlg / Wurzelholz / Eisenfunde / Eisenstele / je173x162x8x10cm
Doppelkopf
Der "natürlichen Zeichnung" des Kirschholzes steht gegenüber und auf den Kopf gestellt die "bewusste Schichtung" des gegossenen "Kopfes" aus Polyesterglas.
Doppelkopf / 2017/ 2tlg / Polyesterglas / Kirsche/ je 15x 10x 5cm
Integration
Wie in einen Eisblock eingefroren, erscheint das verwitterte Holz schemenhaft aus diesem aufzutauchen.
Integration / 2019 / verwittertes Holz / Polyesterglas / 10x10x12cm
Twisttwist
Die gewundene, in sich gedrehte Form des Holzes begleitet Geka mit dem Auftrag verschiedener Farben zu einem fröhlichen "Twist". Im Gegensatz zum kantigen Korpus windet sich aus dem Kopfteil ein schmaler Schlauch aus Epoxidharz in einer Rundbewegung zum "twisttwist".
Twisttwist / 2012/ Buche / Acryl / Poyesterglas 87x15x22cm
Eine rechteckige Säule aus blau eingefärbtem Polyesterglas durchbricht die Stahlsäule, in die sie eingebunden ist. Der "Durchbruch" scheint gelungen.
Durchbruch / 2013 / Eisenstahl / Polyesterglas /
97x12x12cm
Der in sich gewundene, schlauchähnliche Korpus aus blau eingefärbtem Polyesterglas könnte sich bei entsprechender Vorstellungskraft jeden Augenblick zu einem geschlossenen Kreis zusammenschließen, ohne Anfang und Ende.
So aber bleiben zwei " offene Enden".
Offene Enden / 2014 / Polyesterglas / 60x50cm
Über viele Monate sammelte GeKa bei ihren Waldläufen für sie interessant geformte Schottersteine am Wegesrand auf. Durch Abformung und im Gussverfahren entstanden Abbilder der Originale, die sie zu einem geschlossenen Kreis gelegt hat. Durch die unterschiedliche Oberflächenstruktur der Steine lassen sie ein lebendiges Spiel mit dem einfallenden Licht zu, das diese individuell reflektieren.
Ein indirekter Verweis auf den Land Art Künstler "Richard Long" ist beabsichtigt .
Reflection/ 2012/ vielteilig/ Polyesterglas D=110cm
Auswahl
In der Isolation der Coronajahre hat Möller-Kuhlmann durch die Gestaltung der kleinen Skulpturen Licht in ihr Atelier geholt. Die Ideen zu immer neuen Zusammensetzungen, ihrem "Licht-gestalten", bestehen bis heute.
Licht_gestalten_kein / ab 2000 fortlaufend / Epoxidharz / teilweise kombiniert mit Plexiglas / Maße variabel
Dreiecksverhältnisse
In den zu einem Dreieck behauenen Stamm aus Irokoholzes sind fünf dreieckige Eisenplatten implantiert, was GeKa mit spielerischem Witz als "Dreiecksverhältnisse" betitelt hat.
Dreiecksverhältnisse/ 2005 / Irokoholz /Flacheisen / 140x55x40cm
Einer Fuge ähnlch greifen die gebogenen Flacheisen ineinander und zeichnen gleichzeitig die Jahresringe nach.
Zeitfuge / 2005 / Irokoholz / Flacheisen / Lasur, D= 85cm
Diese Stele aus dem harten, rötlichen Bongossiholz, dem eine transparente Verlängerung aus rot eingefärbtem Epoxidharz aufsitzt, ist durch seinen Neigungswinkel zum Umstürzen verurteilt. Verhindert wird dies nur durch den "inneren Halt", seiner Resilienz, dem diese Skulptur ihren Titel verdankt.
Resilienz / 2014 / Bongossiholz / Polyesterharz /
106x17x21cm
Die Jahresringe der Baumscheibe hat GeKa mit entsprechend geformten Flacheisen in das fehlenede Kreissegment des Bongossiholzes eingelassen und so versucht, visuell der Zeit nachzuspüren.
time code / 2005 / Bongossiholz / Flacheisen / D=87cm
Als "Spielraum" nutzt GeKa den V-förmigen Einschnitt in die Baumscheibe und füllt ihn mit blau eingefärbtem Polyesterglas aus. Das transluszide Blau stahlt prägnant im Korpus der Douglasie und schafft so einen interessanten Kontrast zum orangefarbigen Holz.
Spielraum V / 2010 / Douglasie / Polyesterglas / D=48cm
Skyline
Als ein Spiel mit Kanthölzern, die bei der Herstellung von Schattenfugenrahmen als Rest übrig geblieben waren, entwickelte Möller-Kuhlmann die Skyline.
Skyline / 2013 / vielteilig /
Kantholz / Acryl / 150x56x27cm
Wer den Titel der Skulptur ausschließlich hört, wird sofort an einen bestimmten Song denken und so bewusst in die Irre geleitet. Der humorvolle Ansatz bestimmt diese Assamblage aus verwittertem Holz, Steckvase und Modelliermasse, die ihre Wertigkeit durch den Auftrag von Goldlack erhöht und die Imagination eines Saxophons herstellt.
Let`s talk about sax / 2018 / Holzfund / Goldlack / Vase / Modelliermasse / Metallsockel / 80x30x8cm
Die Installation "Laudamus" ist eine Hommage an die fünf Glockenklöppel der Kirche St. Bonifatius im Ettlinger Stadtteil Schöllbronn, die zwischen 1950 und 2013 den Glocken ihren Klang entlockten. Diese Klöppel - Zeugen der Zeit - sind dabei nicht nur einfache metallene, interessant geformte Gegenstände, sondern Träger einer reichen Geschichte. All das hat Möller-Kuhlmann dazu inspiriert, dieses besondere Kunstwerk zu schaffen.
Angeordnet wie Noten in einem imaginären Choral, repräsentiert jeder Klöppel eine der fünf Glocken.
Laudamus / 2023 / Glockenklöppel / Metallrahmen / Betonfundament / 220x210x20cm
Der Aufbruch ist in diesem Relief nicht ausschließlich auf den Riss im Holz bezogen, sondern symbolisiert darüber hinaus den Aufbruch der eingefügten Kugeln, die sich in unbekannte Weiten vom Ursprung aus fortbewegen.
Aufbruch / 2005 / Buche / Pigmente / Eisenkugeln / D=42cm
Hier geht Möller-Kuhlmann mit Augenzwinkern der verkaufsfördernden Frage in Supermärkten nach: "Sammeln Sie Treuepunkte?" 100 "farbpsychologische" Treuepunkte hat sie auf diesem Bild gesammelt und so ein fröhliches Farbspiel entworfen.
Treuepunkte / 2009 / Filz / Acryl / 40x40cm
Von analytischem Vorgehen geprägt wirkt die Arbeit "Neue Sachlichkeit rot", die eine konstruktivistische Formensprache anklingen lässt. Die mit Stahlband eingefassten, rechteckigen Farbflächen in reduziertem Farbspektrum von Schwarz, Blau, Grau und Weiß schließen in ihrer Mitte das emotionale Rot ein.
Neue Sachlichkeit "rot" / 2011/ Acryl / Stahlband / Hartfaserplatte / 40x40cm
Fluxus II
Eine unruhige Untergrundbemalung auf der runden Leinwand wird fast vollständig durch vielfarbige Streifen überlagert. Sie scheinen zu fließen und ihr eigenes Flussbett zu suchen.
Fluxus II / 2023 / Acryl / Leinwand / Magnete / D=150cm
assoziative Farbgefühle oder ist die Liebe "rot"?
"Kunst beginnt hinter der Netzhaut":
eine Erkenntnis, die aus der künstlerischen Auseinandersetzung farbpsychologischer Studien gewonnen wurde: Denn die Netzhaut bildet nur ab, was das Auge wahrnimmt. Die emotionale und intellektuelle Verarbeitung dieser Abbildinformation beginnt „hinter der Netzhaut“.
In diesem Kontext sind die Arbeiten aus dem Zyklus „Hinter der Netzhaut“ als individuell emotionale Transmitter von Farben zu deuten.
Möller-Kuhlmann setzt sich hier intensiv mit farbpsychologischen Effekten auseinander, indem sie in einer Serie gleichformatiger, quadratischer Bilder bunte Farbstreifen inklusive der unbunten Farben Schwarz und Weiß in unterschiedlicher Abfolge wirken lässt, um damit Stimmungen zu erzeugen.
Serie: hinter der Netzhaut / 2008 / Acryl / Rost / MDF-Platte
Glück / Optimismus / Freude
Vertrauen / Harmonie / Toleranz/ 30x30cm o.R.
Robert Indianas "LOVE" war Vorbild für diese vierteilige Arbeit Wobei Möller-Kuhlmann den zwei Farben, die farbpsychologisch für Liebe stehen, eine besondere Stellung einräumt. Durch die Verwendung von " Krapplack rot mittel " als Acrylfarbe und als Pigment kristallisieren sich durch Lichtbrechung die entsprechenden Buchstaben heraus und bilden zusammen mit dem Streifen Pink die Buchstaben "LOVE".
LOVE/ Acryl / Pigmente / MDF-Platte / 50x50cm
Hinter diesem zunächst kryptisch anmutenden Titel verstecken sich mehrere Deutungsansätze, die Bezug auf "wedding"/ Hochzeit nehmen:
Das „T“ findet sich in unterschiedlichsten Variationen im Bild wieder und ist in seiner Aussage auch als „T-träger“ zu verstehen, der z.B. im Bau als Träger /Stütze eingesetzt wird (nach dem Motto: „Einer trage des anderen Last“ ).
Der strukturierte, fröhlich bunte "Lebensteppich" auf dem ein Paar gemeinsam "alt" (Rost) werden kann, spielt mit der Farbpsychologie (Liebe, Lebensfreude, Glück, Vertrauen, Toleranz, Hoffnung, Fantasie, Optimismus, das Neue, etc.) und dem auch wörtlich zu nehmenden "Einfluss" von Hoffnung (grün) und Liebe (rot) in die "schwarzen" Felder und die weißen "Leerräume", die erst noch "einzufärben" sind.
"T_4_2" _wedding
Acryl / Rost / Hartfaser / 50x80cm
Bei dieser zweiteiligen Arbeit lotet GeKa die Wirkung der Strukturen durch Aluminiumspäne, Rostapplikationen und blauer Acrylfarbe auf einer kleinen Holztafel aus.
Strukturwandel / 2010 / 2tlg / Acryl / Rost / Aluspäne auf Holztafel / je 20x20cm
Die Aufteilung der Flächen auf den drei Holztafeln hat Anklänge an konkrete Kunst. GeKa geht auch hier eher spielerisch analytisch vor und legt ihren Augenmerk ebenso auf die Wirkung der Farben Blau im Zusammenwirken von Rostapplikationen.
Planspiel / 2011 / 3tlg / Acryl /
Eisenspäne gerostet / Holztafe/l je30x30cm
In den zurückliegenden Jahren basierten verschiedene Arbeiten von Möller-Kuhlmann auf der farbpsychologischen Studie von Eva Heller. So auch in dem Bild "Lebensfreude", das den Ausdruck von Freude durch die Anordnung der farbigen Quadrate nachspürt.
Lebensfreude / Acryl / Leinwand / 150x200cm
Fünf Abgüsse eines Fahrradreifens in den olympischen Farben formte und kombinierte GeKa zu der Arbeit mit dem humorvollen Titel "olympia"reif".
Olympia"reif"/ 2018 / Abguss eines Fahrradreifens / Polyesterglas / D=60cm
Auf der einen Seite dunkles Blau, auf der anderen Seite ein kräftiges Rot. Erst durch entsprechenden Lichteinfall auf einer der Bildflächen erstrahlt auf der jeweils anderen Seite ein schmaler Kreis aus blauem Epoxidharz. Ein überraschender Lichtblick.
Lichtblick / 2019 / zweiseitig / Epoxidharz / Acryl / Sperrholz / 50x50cm
Ein einfacher, im Wald gefundener Fahrradreifen deutscher Herstellung ist es, der Möller-Kuhlmann zu der Arbeit „made in Germany“ inspirierte. Doch verwendet GeKa den Reifen nicht im Sinne eines Readymade und erklärt ihn nicht einfach zum Kunstgegenstand. Bewusst greift sie vielmehr die emblematisch einfache Kreisform des Reifens auf, fasst diesen mit roter Farbe und verwandelt ihn so in ein Zeichen von signalhafter Wirkung. „Made in Germany“ eben.
Made in Germany / 2012 / Fahrradreifen / Acryl / D=60cm
Netzwerke
Wie ein Netz überspannen Nylonfäden ein abstraktes Gemälde aus farbigen Längs- und Querlinien und schaffen so eine zweite, tranparente Ebene aus ebensolchen Linien.
Netzwerke / 2008 / Acryl / Nylongarn / Holzplatte / 40x40cm
Der Titel weist explizit auf die besondere Bedeutung des Lichtes in dieser skulpturalen zweiseitigen Arbeit hin. Licht wird hier sowie in allen Arbeiten mit Epoxidharz für GeKa zum entscheidenden immateriellen „Werkstoff“.
Circles of light / 2024 / zweiseitig / Acryl / Epoxidharz auf MDF-Platte / 50x50cm
Ein roter Punkt steht umgangssprachlich für einen Baufreigabeschein. In diesem Fall war er ironisch für den "Umbau" einer gewölbten Fernsehscheibe zu einem Kunstwerk zweckentfremdet und mittig auf diesem selbst platziert worden.
Roter Punkt / 2018 / Kaltglasur auf gewölbter Fernsehscheibe / Acryllack/ 80x60 cm
Der im Titel aufgeführte Begriff "Landschaft" lässt die Assoziation von Horizont, Himmel und Wasser zu.
Ungefähre Landschaft / 2006 / 2tlg / Acryl /
Rost auf Karton / je 33x33cm
Durch spontane Farbsetzungen sowie Rostschüttung hat Möller-Kuhlmamm keine scharf umrissenen Farbräume geschaffen, sondern vitale ineinandergreifende Ballungsräume.
Ballungsräume / 2013 / Acryl / Rostschüttung auf geschichtetem Papier / 100x70cm
Verpackungsmaterial wie Wellpappe dient GeKa hier als inspirierender Bildträger mit eigener Struktur, die durch den zu schützenden Inhalt geprägt wurde. Der monochrome Charakter des Bildes wirkt durch die Längsrillen und quer dazu verlaufenden Eisendrahtfragmente trotzdem lebendig und augenfällig.
Idiochromatische Caprice / 2005 / Verpackungsmaterial / gerostetes Eisenpulver / Eisendraht/ 50x70cm
Das Thema "Wellpappe" hat Geka 2026 erneut aufgegriffen und den Rostarbeiten mit Farbpigmenten neue Akzente gesetzt.
Neue Entwicklung / 2010_2026 / Rost / Farbpigmente auf Wellpappe / 25x52cm
Mit den zwei gerosteten, großen Eisenplatten, die die Dimension des Bildträgers bei der Applikation überschreitet, wird ein Schwebezustand visuell erzeugt. Zwei "Klammern" aus Pastellkreide ergänzen den fehlenden Anteil und halten so optisch die Balance aufrecht
Gehaltener Schwebezustand / 2006 / Rostapplikation auf Papier / Wachskreide / Hartfaserplatte / Acryl / 104x84cm
Das harmonische Zusammenspiel, wie in der Musik als "Konsonanz" beschrieben, war hier Ausgangspunkt der zweiteiligen Arbeit mit den drei Grundfarben und gerosteten Partien auf Eisenplatten, die als Bildträger in Teilbereichen sichtbar hervortreten.
Konsonanz / 2006 / 2tlg / Acryl / Rost / polierte Eisenplatte / je 30x30cm
Ein gefundenes und schon gerostetes Eisenband, in 22 gleich lange Abschitte geteilt, hinterließ durch die Übertragung der Rostschicht auf Papier ein interessantes, dynamisches Farbspektrum.
Transkription XXII / 2005 /Rostapplikation auf Papier/ 50x70cm
Aus vielzähligen Teilchen eines gerosteten Eisendrahtes "transkribiert" GeKa ein filigranes Netzwerk und setzt dem gegenüber zeichnerisch ein Pendant aus blauer Tusche.
Transkription "Rost-Blau" / 2005 / Rostapplikation / Tusche auf Papier/ 50x70cm
Neue Sachlichkeit
Weniger spielerisch, dafür von analytischem Vorgehen geprägt wirken Arbeiten, die eine konstruktivistische Formensprache anklingen lassen.
Möller-Kuhlmann reduziert in diesem Diptychon das Farbspektrum auf die Farben Schwarz, Grau, Blau und Weiß, wobei sie in das weiße Feld jeweils ein kleines rotes bzw. gelbes Quadrat einfügt. Je nach Anordnung der quadratischen Farbfelder, treten diese optisch unterschiedlich stark hervor oder scheinen zurückzuweichen, erscheinen größer oder werden kleiner, oder gar gleich groß obgleich sie von unterschiedlicher Größe sind. Hier bedient sich Möller-Kuhlmann des Phänomens der Farbkontraste, um ihre Wirkung auf unseren Sehapparat und damit unsere Wahrnehmung zu untersuchen.
Neue Sachlichkeit / 2010 / 2tlg / Acryl / Stahlband / Hartfaserplatte / je 65x65cm
Eine augenfällige Wandlung von silbig glänzender monochromen Eisenfläche auf der einen Seite der Tafel zu einer lebhaften Oberfläche aus dem gerosteten Material machen die Spannung der "Metamorphose" sichtbar.
Metamorphose / 2012 / Eisenplatte /
hälftig poliert / hälftig gerostet / 20x40cm
Zwei gleich zugeschnittene Bildträger werden durch Magnete auf Eisenplatten fixiert. Nur dadurch gleichen sie sich. Der Unterschied beider "Gleichnisse" wird durch den fast reliefartigen Auftrag verschiedener Materialien wie Graphit und Eisenpulver hervorgerufen.
Gleichnisse / 2007/ 2tlg / Graphit und Rost auf Pappe / Eisenplatten /je 20x20cm
Idiochromatische Tektonik
Ein spannender Prozess durch Applikation von abgelösten, gerosteten Eisenplacken setzt die Tektonik und die Farbgebung dieses Bildes augenfällig in Szene.
Idiochromatische Tektonik / 2008 / Rostapplikation auf Papier / Acryl / 50x70cm
Wie in eine Richtung streben die Partikel aus Eisenrost einem unbekannten Ziel entgegen und lassen vermeintlich ihre "Schatten" zurück.
Idiochromatische Schattenflucht / 2008/ Rostapplikation auf Papier / 50x70cm
Dem natürlichen Wechselspiel von Ebbe und Flut, dem Vor-und Zurückweichen der Meere, dem Landunter bei Flut und dem Gegenteil bei Ebbe spürt GeKa in ihrer zweiteiligen Arbeit "Gezeitenwechsel" nach.
Gezeitenwechsel / 2006 / 2tlg / Leimplatte / Acryl / Flacheisen / 165x90cm
Ringelreihen mit Pusteblume
Positive Kindheitserinnerungen sind mit beiden Begriffen dieses Titels verbunden und lassen die Collage aus Pusteblume und den zwei Ringen aus blau und rotem Epoxidharz zu einem stimmigen Gesamtbild verschmelzen. Ein Verweis auf die Künstler Henri Matisse und Hans Thoma, die den Reigentanz in zahlreichen ihrer Werke verewigten, um den Kreis als Sinnbild der Harmonie auszudrücken, zeigt auf, dass dieses Thema in der Kunst verankert ist.
Ringelreihen mit Pusteblume / 2026 / Löwenzahnblüte / Ringe aus Epoxidharz/ 25x25cm